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So wie Ihr die Peitsche nicht vergessen sollet,
wenn Ihr zum Weibe gehet, so sollet Ihr auch die Stiefel und die Regenjacke
nicht vergessen, wenn Ihr nach Sebnitz fahret. Letzteres steht natürlich nicht
geschrieben, hatte sich aber als guter Erfahrungswert eingeprägt. Sebnitz und
Regen im Juni waren schon zu einer Einheit geworden. Um so erfreulicher, dass
die Wetterfrösche Sonnenschein und 30 Grad angemeldet hatten, so dass Sebnitz
in diesem Jahr eine Hitzeschlacht werden sollte. Manch einer meinte dann sogar,
jetzt könne es mal ein halbes Sündchen abkühlend regnen. Die menschliche
Natur ist eben selten zufrieden zu stellen.
11 Monate waren seit den wunderschönen
Weltmeisterschaften vergangen, ich glaube alle hatten noch die Bilder vor Augen,
als sie auf den Platz einbogen. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt, der schöne
Kunstflugplatz ist verschwunden. Geblieben ist aber ein sehr schickes Vereinsgelände, an dem sich sogar manches noch gegenüber den
Weltmeisterschaften verbessert hat. Die Vereinsmitglieder haben den Combatplatz
komplett neu gestaltet. Er bietet jetzt eine Einheit zwischen Camping und
Wettbewerbsgelände, sehr zur Freude der teilnehmenden Combatpiloten.
Der Wettewerb brauchte sich über mangelnde
Teilnahme nicht zu beklagen, 10 Teams, 11 Speeder und 28 Chaoten stellten ein
schönes Feld für einen World- Cup dar.
Der fesselflugengagierte Bürgermeister Ruck
ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, den Worldcup zu eröffnen und
Herr Bürgermeister Ruck hatte eine Überraschung im "Ruck"-Sack. Man
baut einen Kunstrasenplatz für die Acro - Flieger. Schließlich seinen diese
auch Fesselflieger und sind dann im kommenden Jahr gern gesehene Gäste in
Sebnitz. Um die Bevölkerung zu beruhigen ( Bürgermeister müssen ja auch
Wahlen gewinnen ), nenne man zwar den Kunstflugplatz Fußballrasen, aber das sei
nur für die Verwirrung der Massen - so die Bürgermeisterworte. Wir nehmen die
Kunde wohl auf und freuen und ganz persönlich auf den Kunstflugwettbewerb im
kommenden Jahr. Es geschehen eben noch Zeichen und Wunder, selbst in der
östlichsten Ecke Deutschlands.
Der
Wettbewerb lief wie ein Uhrwerk. Man merkte, dass die Weltmeisterschaft tiefe
Organisationsspuren hinterlassen hat. Das Sebnitzer Team war aufeinander
eingespielt und beherrschte den Laden. Die Frauen hatten sich diesmal vom
Kochtopf, sprich Propellerschenke gelöst und griffen aktiv in die Sache mit
ein. Ulrike Lindemann amtierte als Startstellenleiter und meisterte diese
Aufgabe mit Bravour. Sie trieb die Damen und Herren Flieger und Schiedsrichter
durch die Runden, dass es eine wahre Freude war.
Gegen 16 Uhr war dann Photo - Termin
angesetzt. 100 Flöhe zu dressieren ist bestimmt einfacher, als 50 Piloten zu
einem Zeitpunkt auf den Platz zu bekommen. Erst wollte
keiner, und dann kam immer noch einer nach. Wer zu spät kommt, den bestraft das
Leben und er ist eben nicht mit drauf - auf dem Photo ! Basta !
Die Combatleute bekamen auch noch eine
Extrawurst gebraten. Scheinbar wollten sie nichts mit Asphalt zu tun haben und
ließen sich vor dem saftigen Grün der Wiese ablichten.
Übrigens, die Photos können bestellt werden.
Die Poster haben eine Größe von 45 x 30 cm ( kleiner sieht man nichts ) und
kosten ohne Versand 5 Euro. Bestellungen nehmen wir per e-mail entgegen und
bringen sie dann nach Rouille mit. Das ist vielleicht der einfachste Weg.
Bestellannahmeschluß für Lieferung Rouille bis spätestens 30.Juni 2003 !
Mannschaftsrennen
und Good year erwies sich diesmal als spannend, wurden doch Looping- versuche
gestartet und Crashs erzeugt. Die Zuschauer gerieten dabei in Begeisterung, den
Piloten war eher zum Heulen, so unterschiedlich können Anschauungen sein.
Auf dem Fuchsjagdplatz herrschte eine riesen
Stimmung bei herrlichem Wetter kein Wunder. Am Ende des Tages hatte man 3 Runden
geschafft und den nötigen Bierdurst bekommen. Für die Propellerschenke deutete
sich eine lange Nacht an. So war es denn auch. Das WM - Video lief, der Bierhahn
tat es auch und der Anteil des Blutes im Alkohol nahm stetig ab. Manch einer
wird am folgenden Morgen nicht mehr so richtig durch den Zelteingang gepasst
haben, aber nur Härte zählt eben in diesem Sport.
Es gibt eine neues Team in der Klasse F2C -
Alexander Kiel und Nicoley Terterjukov drehen seit dem vergangenen Jahr gemeinsam
ihre Runden. Bei diesem World-Cup hat es nun geklappt. Mit 3:53,4 flogen sie
erstmalig eine Qualifikationszeit, die sie für die WM 2004 in der erste Wahl
für das Dream-Team Deutschland bringt. Dazu unseren herzlichen
Glückwunsch! Die Freude bei Vater Udo Kiel ist dem nebenstehenden Foto
mit Sicherheit zu entnehmen.
Erfreulich die Juniorenbeteiligung. In der
Klasse F2A waren es drei, bei den Combatpiloten
4 Jugendliche, die sich an diesem Worldcup beteiligten. Wie bei den letzten
Wettbewerben auch, siegte in der F2D Ronny Matthei mit zwei Siegen verdient. Um
den dritten und vierten Platz gab es dann noch ein kleines Finale, welches Anja
nach 2 Crashs für sich entschied. Vierter der junge Österreicher Peter
Staffel.
Dann kam noch lieber Besuch. Helrid und Gunter
Wagner, die nach dem schweren Unfall von Hendrik, vielen von Euch aus der MTR -
Szene bekannt, in diesem Jahr pausieren. Ich glaube im Namen aller zu schreiben,
wenn ich Hendrik von hier aus viele Grüße und die besten Genesungswünsche
sende. Wir hoffen alle, dass er bald wieder mit uns gemeinsam seine Runden
drehen kann.
Nach einer gemütlichen Mittagspause dann die
Finale in den Mannschaftsrennklassen. In der F2C ging es noch mal haarig zu. Das
Team Samuelsson/Axtilius ließ den Renner im zweiten Stop etwas zeitig los, ohne
das landende Modell von Fischer/Straniak zu beachten, die behindert, ihr Modell
nicht fangen konnten. Unverständlich auch für den österreichischen Mechaniker
das lange Zögern der Jury, die dann auf Rennabbruch entschied, was die Wertung
des Finales nach Runden zur Folge hatte.
Die letzten Kämpfe im Combat und mit Monique
Wakkermann stand die diesjährige Siegerin fest. Um Platz 2 und drei gab es noch
ein Stechen zwischen dem Ukrainer Vasyl Yvenko und Güter Staffel aus
Österreich, das Vasyl für sich entscheiden konnte..
Unten auf dem Hartplatz ließ Lutz Richter
seine Do 128 fliegen. Lutz macht sich leider bei Wettbewerben rar. Ich hoffe,
dass wir ihn überzeugen konnten, mit diesem wunderschönen Modell zur Deutschen
Meisterschaft in Bitterfeld zu starten.
Stichwort
Deutsche Meisterschaften in Bitterfeld. Vom 3.-5. Oktober führen wir diese in
allen Klassen, die die BeMod aufweist durch. D.h. bei ausreichend Startern
werden auch die Deutschen Meister bei den Beginnern, den Mini - Team - Racern
und den Mini - Speedern gekürt. War vielleicht doch nicht so schlecht, Regeln
zu erarbeiten, und diese Klassen in die BeMod aufnehmen zu lassen - oder ?! Wir
haben uns mit Michael Thoma geeinigt, die Ausschreibung zu erarbeiten, absegnen
zu lassen und dann steht sie nach der Freigabe sofort bei uns im Internet.
Nun aber zurück zum Wettbewerb. Gegen 16.00
Uhr schaltete der letzte Motor ab und der Wettbewerb war beendet. Nun noch für
die Organisatoren der Stress der Auswertung und um 17 Uhr konnte die
Siegerehrung erfolgen.
Neben den Pokalsiegern wurden zwei
erfolgreiche Worldcup-Teilnehmer geehrt. Johann Schwarz belegte in der Fuchsjagd
den ersten Platz, Norbert Schmitz im Geschwindigkeitsflug den dritten. Unseren
Beifall den beiden !
Alles in allem - ein sehr schöner Wettbewerb, der gewaltig
gewonnen hat. Meinen Glückwunsch den Organisatoren um Ulli Forkert. Dank auch
den vielen Helfern, Schiedsrichtern, Zeitnehmern und Schnipselzählern, ohne die
ein solcher World-Cup nicht möglich wäre.
Wir
freuen uns bereits heute auf den Wettbewerb im kommenden Jahr, zu dem wir
endlich mal wieder Kunstflugzeuge mit nach Sebnitz mitnehmen können. Vielleicht
oder besser gesagt sicher, sehen wir uns aber in diesem Jahr nochmals in Sebnitz
zum Tag der Sachsen am 6. und 7. September 2003. Als gebürtiger Zwickauer und
damit ein echter Sachse, kann ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Schaufliegen und Biertrinken ist dann angesagt - das Schaufliegen überlasse ich
natürlich meinen Töchtern, das Biertrinken werde ich selbst erledigen.
In diesem Sinne also bis zum September
Matthias


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